Die Freizeitparks- und Achterbahnenseite

 

                                  Pressekonferenz Hansa-Park Kärnan XXL

 

 

 

Kurz vor Auftakt der Saison 2017 lud der Hansa-Park Sierksdorf zum Test des XXL Rückwärtsfreifalls von Kärnan ein.



Man hatte aufgrund einer Umfrage überlegt den Rückwärtsfreifall etwas zu verlängern. Beim Bau wurde das alles schon vorab geplant, aber da der Hansa-Park ja ein Familienpark sein und einer großen Bandbreite an Menschen entsprechen soll, wurde dieser zunächst erstmal auf kurzem Stück gefahren.
"Wir wollten erstmal schauen, wie der Rückwärtsfreifall generell ankommt, da wir ja keine Vergleichswerte hatten- denn nirgendwo auf dieser Welt gab es ja bisher etwas Vergleichbares. Und damit wir nicht zurückrudern müssen, da den Leuten dieser Freifall zu heftig sein könnte, hatten wir zunächst einmal nur ein kürzeres Stück gewählt." So Leicht.



Nun, zwei Jahre nach Inbetriebnahme der Achterbahn, ist es soweit. Die Anlage wird auf der vollen Länge des Lifts einen Rückwärtsfreifall bekommen- und unsere Aufgabe war es heute, uns dieser Aktion zu stellen. Ein wenig mulmig wurde uns bei der Ankündigung schon, da Herr Leicht ( Inhaber des Hansa-Parks) immer wieder betonte, wie wichtig es für Ihn sei, unsere Reaktionen zu sehen. Bewusst wurden nur die härtesten der Achterahnfans eingeladen und 20 gehörten an diesem Tag der Elite an- und wir waren dabei!!! Laut Herrn Leicht wäre der Rückwärtsfreifall genau richtig für die breite Masse, wenn wir sagen würden: Jooooaaa noch so 20-30m mehr wären noch cooler gewesen!
Nun gut, jetzt bloss nix anmerken lassen. ..
Vorher gab es noch Kaffee und Kuchen für den Kreislauf und dann zogen wir, die Kärnan Gladiatoren, durch den Park zum Ort der (Freuden-)Schreie.
Es war übrigens das erste Mal, dass wir Kärnan seit dem Preopening 2015 wieder gesehen haben und es hat sich mächtig was geändert!!!
Die Thematisierung ist annähernd vollständig! Die Warteschlange megaaufwändig gestaltet mit so vielen Details, das einem wahrscheinlich gar nicht auffällt, dass man gerade wartet, und alles, was vorher roher Beton war, in einer schönen Verklinkerung erstrahlt.
Das erste, was einem natürlich hierbei ins Auge sticht, ist der Wahnsinnsturm von Kränen.







Und das zweite, was einem auffällt ist "Paula"- wer Werbejunkie ist, wie wir, kennt Paula Kuhfleckenjoghurt.....Der Turm von Kärnan sieht ein wenig nach Paula aus...Vielleicht war es aber auch nur unser immerhungriger Magen, der unserem Gehirn die Paula in Übergrösse vorgaukelte..Man weiß es nicht. Und eigentlich sollte der ja auch schon durch den leckeren Kuchen bedient worden sein.
Offenbar war Paula aber keine Absicht, sondern künstlerische Freiheit, wie uns Herr Leicht versicherte. Denn wenn man auf einem Gerüst, das vielleicht 20-30 cm von der Wand entfernt ist, steht, sieht man leider nicht das Gesamtbild und so ist Kärnan nun ein einziges Kunstwerk und einmalig in seiner Gestaltung.
Nun wurde es aber Zeit endlich mal eine Probefahrt zu machen und begeistert stürmten wir hinter einem Herren, der aussah wie Q aus den James Bond Filmen, und dessen Baby wohl Kärnan ist, zum Einstieg her.
Und genau solche Tricks, wie Q bei den James Bond Autos verbaut hat, hat auch Kärnan...ausgefeilteste Hightech, die wir ausführlich kennenlernen sollten. Aber dazu später mehr.
Mit einer Herzfrequenz von um die 130 stiegen wir nach der laaaaangen Winterpause das erste Mal wieder in eine Achterbahn- und dann auch noch so ein Aston Martin unter den Roller Coastern.
Wir hatten den Anfang, der komplett im Dunkeln lag, schon total vergessen und jauchzten hier schon das erste Mal- von wegen Elite.....Und dann kam der Vertikallift! Eigentlich hätten wir es noch irgendwie cool gefunden, wenn jetzt etagenweise das Licht angegangen wäre im Turm um die kolossale Höhe zu betonen- sozusagen als Vorschau auf das, was einen erwartet, aber es blieb dunkel. Kurz vor dem Freifall könnte man das Licht ja dann wieder ausschalten- wäre vielleicht noch ein netter stilistischer Effekt.
Aber ganz im Dunkeln war es auch gut.
Und der Fall kommt pünktlich nach dem Crescendo in der Musik von IMAscore, die den Puls nochmal ein bisschen hüpfen läßt.
Und was sollen wir sagen??? Es war gigantisch!!! Man fällt ins Nichts und wird aufgefangen wie in Abrahams Schoß. Es macht definitiv süchtig!!!
Und dann fährt man den Lift wieder hoch und wird über eine Kurve senkrecht hinab in die Sonne katapultiert und dann geht es rechts, links, rauf, runter und keine Ahnung mehr, wo man jetzt gerade war. Aber das ist ja genau das Richtige für uns!
Kärnan ist einfach genial.

















Zu jeder Zeit ist man aber zu 1000% sicher. Auch das merkten wir, denn wenn die Technik mal den Zug( der nach uns kam) nach dem Freifall nicht wiederfindet ( ja man ist ständig überwacht), geht es schlichtweg einfach nicht weiter. So bekamen wir eine kleine ( wenn auch unfreiwillige) Führung unter den Schienen von Kärnan durch zurück in die Station per pedes.
Und was lernen wir daraus? Sicherere Dinge als Achterbahn fahren gibt es eigentlich nicht!
Nach einer Stunde Warten und unter Einsatz des Kärnanflüsterers "Q" , der ein wenig mehr zu tun hatte heute, als erwartet, konnten wir dann aber noch fröhliche 4 Runden hintereinander fahren.
Hat sich gelohnt! Dafür fährt man doch gern mal 800 km!
Vor allem wenn es so ein Aston Martin wie Kärnan ist.
Als kleines Kontrastprogramm schauten wir auch noch bei der Baustelle des Kleinen Zaren vorbei, der für Kinder gebaut wurde, denen die Schlange von Midgard noch zu gruselig ist. Auch das ergab die Umfrage des Hansa-Parks.
Der Kleine Zar wird also für Kinder ab 3 Jahre und 95cm Körpergröße zugänglich sein.











Eine Bereicherung für den Hansa-Park, der damit ein großes Spektrum an Altersklassen anspricht.
Zum Abschluss möchten wir Euch unser Onridefoto nicht vorenthalten...Das Beste immer zum Schluss oder wie sagt man?



Ab dem 07.04.2017 könnt Ihr den Rückwärtsfreifall dann selber erleben!

Hier noch ein paar Bilder vom momentan noch geschlossenen Park, die wir Euch nicht vorenthalten wollen:











Und weil alle Leute auf dieser Pressekonferenz einfach total nett waren, beschlossen wir den Tag bei einem Essen beim Griechen, der direkt am schönen Ostseestrand gelegen ist, ausklingen zu lassen.







Bis bald lieber Hansa-Park und vielen Dank!!